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Oberstleutnant a.D. Heribert Heckel

Berichte Ehemaliger
Oberstleutnant a.D. Heribert Heckel erinnert an die Entstehung und Entwicklung des Automatischen Führungs- und Fernmeldenetzes der Luftwaffe (kurz AutoFü genannt) seit Mitte der 80-er Jahre und die daraus entstandene Freundschaft zwischen an der Planung, dem Auf- und Ausbau sowie der Inbetriebnahme eines der ersten digitalen Fernmeldenetze in Deutschland Beteiligten aus Luftwaffe, Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung und der Industrie.


AutoFü-Veteranen-Treffen
Als im Sommer 1985 die Entwicklung des beauftragten ersten digitalen Fernmeldenetzes der Luftwaffe wieder einen deutlichen Schritt vorangekommen war, wurde bei dem damaligen LwFüDstKdo in Wahn die Management-Unterstützungsgruppe Automatisches Führungsfernmeldenetz der Luftwaffe (MUG AutoFüFmNLw) aufgestellt mit dem Auftrag, den Systembeauftragten im FüL -Oberstlt i.G. Georg Klewer - zu unterstützen um den Rollout des neuen Systems in Zusammenarbeit mit den  Kommandobehörden der Luftwaffe, dem BWB und dem beauftragten Konsortium der Industrie GAFCON unter Führung der Fa. SEL – technischer und organisatorischer Koordinator des Konsortiums war damals Jörg Ewen -  gemeinsam zu planen und zu realisieren.  Es war eine interessante Aufgabenstellung und wurde von einem kleinen Team in der MUG angegangen.  
 
Die Aufgaben war komplex, z.B. die Definition des einheitlichen Nummernsystems der Teilnehmer der Stäbe und Verbände, der Überprüfung der vorhandenen Infrastruktur an den einzelnen Fernmeldestationen und Nutzerstandorten und die Einleitung der notwendigen Baumaßnahmen, die durch die jeweils örtlich zuständigen OFD zeitgerecht erbracht werden mussten.  Eine der Hauptaufgaben war natürlich das Festlegen der Reihenfolge der Einrüstung und Inbetriebnahme und Integration der neuen Fernmeldestandorte, jeweils abhängig von der Fertigstellung der Infrastrukturmaßnahmen und der Geräte- und Software-Fertigung durch die verschiedenen beteiligten Firmen.
 
Diese Aufgaben wurden in Zusammenarbeit mit dem Konsortium bearbeitet.  Dazu traf man sich mindestens einmal monatlich meist in Stuttgart oder in Wahn.  Dabei wurde das gemeinsame Ziel des Netzaufbaues natürlich von der jeweiligen Seite unter gegensätzlichen Gesichtspunkten angegangen. Es waren tatsächlich nicht immer einfache Besprechungen, aber im Laufe der langen Zeit hat sich ein Verhältnis ergeben, das als vertrauensvoll beschrieben werden kann, weil die verantwortlichen Bearbeiter auf beiden Seiten sich erkennbar bemühten, den Netzaufbau zu einem guten Erfolg zu machen.  Man kannte sich und man half sich in kritischen Situationen.  Soldaten, Beamte des BWB und die beteiligten verantwortlichen Firmenmitarbeiter entwickelten über die Jahre ein Zusammengehörigkeitsgefühl und einen Stolz, die mit der erfolgreichen planmäßigen Fertigstellung des ersten digitalen Netzes ihren Anfang nahmen.
 
Im Frühjahr 1990 wurde der erste Leiter der MUG, OTL Heribert Heckel, nach knapp fünf Jahren in dieser Aufgabe, versetzt.  Nach dessen Ausscheiden aus dem aktiven Dienst erinnerte er sich gerne an die erfolgreiche und gute Zusammenarbeit und kam 1999 auf die Idee, sich doch wieder einmal mit den damaligen Aktiven zusammenzusetzen.  So lud Jörg Ewen 1999 zu einem ersten Treffen in Weil der Stadt bei Stuttgart ein.  Und es kamen viele zusammen: einige Mitarbeiter des Konsortiums, der Systembeauftragte, die Mitarbeiter des BWB und der MUG und die für die Netzintegration Verantwortlichen.  Daraus entwickelte sich ein regelmäßiges jährliches Treffen, inzwischen immer am Wochenende nach Pfingsten. Es folgten jährliche Treffen u.a. in Erftstadt-Kerpen, Havelberg, Berlin, Potsdam, Koblenz, Frankfurt a.M., Freiburg und Bad Neuenahr.  Das letzte Treffen vom 28. bis 30.05.2026 organisierte BrigGen Heiko Mühlmann, damals als OLt bei der MUG, zusammen mit seiner Ehefrau in einem Hotel in Höhr-Grenzhausen im Westerwald.  Es waren wieder schöne gemeinsame Tage.  Das nächste Treffen in einem Jahr wird in Ludwigsburg durch einen ehemaligen Mitarbeiter der Fa. SEL organisiert.
 
Die regelmäßigen Treffen - auch unter Teilnahme der Ehefrauen - haben bewirkt, dass sich auch ganz persönliche Freundschaften entwickelt haben - eben aus dem Gefühl einer erfolgreichen Gemeinschaft anzugehören, die in der geplanten Zeit und mit dem vorgegebene Budget ein schwieriges Großprojekt abgewickelt zu hat.  Das ist im Vergleich mit den Pleiten des neuen Flughafens Berlin und dem Projekt Stuttgarter Hauptbahnhof keineswegs selbstverständlich.  
 
Es kommen inzwischen nicht mehr so viele zusammen, meist weil es aus Altersgründen nicht mehr geht.  Aber immerhin sind es nach so vielen Jahren noch immer knapp 20 Personen, die sich als Veteranen des AutoFü treffen.
Erstes Abendessen in der Waldgaststätte "Flürchen"
Absacker in der Hotelbar
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