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Ausstellung FüDste

Informationen

Am Donnerstag, den 12. November 2015 ist im Hangar 7 des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr – Flugplatz Berlin-Gatow die Ausstellung

»Auge und Ohr, Hirn und Nerv –
Geschichte der Führungsdienste der Luftwaffe«


eröffnet worden.

Auch die Geschichte der Führungsdienste der Luftwaffe soll im Militär-Historischen-Museum Gatow dargestellt werden. Zur Eröffnung einer Interimsausstellung kamen Beteiligte und andere Interessierte in den  Hangar 7 des Museums.

Oberstleutnant Ralf-Gunter Leonhardt, Leiter des Militär-Historischen-Museums Gatow begrüßte zahlreiche Gäste aus dem zivilen und militärischen Bereich und gab einen Überblick über Art und Zielsetzung der Ausstellung.


Zur Einführung in das Thema der Ausstellung stellte Generalmajor a.D.  Siegfried Poschwatta Fähigkeiten und Leistungen  die einzelnen Dienstteilbereiche der Führungsdienste der Luftwaffe vor. Schwerpunkt seiner Ausführungen war die Zeit des Kalten Krieges, er erwähnte aber auch die Vorgänger in der Telegraphen- und Nachrichtentruppe. Er betonte, dass Funktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Führungsdienste unabdingbare Voraussetzungen für eine effektive Führung der Luftstreitkräfte sind. Die Angehörigen der Führungsdienste können mit Stolz darauf zurückblicken, dass sie dies stets in vollem Umfang erreicht haben.

Die Ausführungen schlossen den Dank für die Vorbereitung und Durchführung der Ausstellung ein. Hier erwähnte er insbesondere Oberstleutnant Leonhardt, den Leiter des MHM Gatow, mit seinen Mitarbeitern, voran Herrn Oliver Frei, der auch den nachfolgenden Artikel über diese Ausstellung verfasst hat.
Des weiteren erwähnte er die zahlreichen Pensionäre und aktiven Soldaten der Führungsdienste, die ehrenamtlich an den jahrelangen Recherchen und Vorbereitungen beteiligt waren, so z.B.  Oberstleutnant a.D. Wenzl (FmEloAufkl), Major Ruland und Hauptmann Hackert (Eins/ RadarFüDst) Oberstleutnant a.D. Ladda (FmVbdgDst) und Hptm Wenzel (DV/IT).

Besondere Anerkennung zollte er Herrn Oberstleutnant a.D. Jürgen Rößler, dem Initiator der Ausstellung, der auch für den Beitrag der MilFS zuständig ist.





Impressionen . . .




Über die Ausstellung

Oberstleutnant d.R. Oliver Frei, MHM Gatow


Die Leistungsfähigkeit moderner, hochtechnisierter Luftstreitkräfte beruht auf der Kooperation einer Vielzahl unterschiedlicher Akteure. Einen entscheidenden Anteil an diesem Zusammenspiel haben die Führungsdienste der Luftwaffe mit ihren Teilbereichen „Fernmelde- und Elektronische Aufklärung / Elektronischer Kampf“, „Fernmeldeverbindungsdienst“, „Radarführungsdienst / Einsatzführungsdienst“, „Informationssyteme / Datenverarbeitung“ und „Militärische Flugsicherung“. Sie sind gleichsam »Auge und Ohr, Hirn und Nerv« der Luftwaffe. Ihr Wirken vollzieht sich im Allgemeinen im Verborgenen – in einsam gelegenen Radarstellungen, hinter dicken Bunkermauern, in den Kontrolltürmen der Fliegerhorste. Die Tätigkeit der Führungsdienste der Luftwaffe rückt nur selten in den Blick der Öffentlichkeit und doch verlässt kein Kampfflugzeug, kein Flugkörper ohne ihr Zutun den Boden.

Als vor einigen Jahren auf Initiative und unter Mitwirkung von Oberstleutnant a.D. Jürgen Rößler im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr (MHM) – Flugplatz Berlin-Gatow ein Ausstellungsbereich zur Geschichte der militärischen Flugsicherung konzipiert worden ist, stellte sich die Frage nach einer vergleichbaren Darstellung auch für die übrigen Dienstteilbereiche der Führungsdienste. Ehemalige und aktive Offiziere fanden sich daraufhin zusammen und erarbeiteten mit Unterstützung von Historikern des MHM – Flugplatz Berlin-Gatow Ausstellungsdrehbücher für ihre jeweiligen Dienstteilbereiche. Auf dieser inhaltlichen Grundlage sollen im Rahmen der geplanten Neukonzeption des Museums in Gatow analog zur Darstellung der Flugsicherung weitere Ausstellungsbereiche zu den Führungsdiensten entstehen.

Bis zur Realisierung der Neukonzeption werden freilich noch einige Jahre ins Land gehen. Aus diesem Grund entschlossen sich das MHM – Flugplatz Berlin-Gatow und die Projektbeteiligten, einen Vorgriff und Ausblick auf die zukünftige umfas-sendere Darstellung dieser komplexen Thematik zu geben. Das Ergebnis ist diese Überblicksausstellung. In einer kurzen und komprimierten Darstellung führt die kleine Schau im Hangar 7 des ehemaligen Flugplatzes Berlin-Gatow durch die Geschichte und Entwicklung der Führungsdienste der Luftwaffe und ihrer di-versen Akteure.

Im Anschluss an eine Einleitung zu den Ursprüngen von Führungsdiensten und zur historischen Entwicklung im Zweiten Weltkrieg werden die fünf Teilbereiche und ihre Aufgaben jeweils anhand einer Text-/Bildtafel sowie eines exemplarischen Großexponats vorgestellt. Die Titel dieser Einzeldarstellungen lauten: »Immer ein offenes Ohr – Die Fernmelde- und Elektronische Aufklärung / Elektronischer Kampf«; »Mehr als nur Strippenzieher – Der Fernmeldeverbindungsdienst«; »Augen auf im Luftraum – Der Radar- / Einsatzführungsdienst« ; »Bits und Bytes – Informationssysteme / Datenverarbeitung« ; »Über den Wolken – Die Militärische Flugsicherung«.

Im Zentrum des Ausstellungsraumes steht eine Installation, die in ihrer halbrunden Form an eine Kontrollkonsole erinnert. Hier wird das Zusammenspiel der unter-schiedlichen Teilbereiche der Führungsdienste am Beispiel eines Luftzwischenfalls aus der Zeit des Kalten Krieges anschaulich verdeutlicht. Am 4. Juli 1989 hat sich der Pilot einer sowjetischen MiG-23 (NATO-Code: FLOGGER) kurz nach dem Start von dem sowjetischen Militärflugplatz Kołobrzeg (Kolberg) in Polen aus seiner Maschine katapultiert. Das Flugzeug hat sich jedoch wieder stabilisiert und ist führerlos quer über die DDR und die Bundesrepublik Deutschland geflogen, bevor es infolge Treibstoffmangels nahe Kortrijk in Belgien abstürzte. Audiostationen enthalten Ausschnitte des Funkverkehrs der sowjetischen Luftraumüberwachung sowie der F-15-Piloten der NATO-Alarmrotte mit der Flugsicherung.




Kontakt und Besucherinformationen:

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr – Flugplatz Berlin-Gatow

Besuchereingang: Am Flugplatz Gatow 33, 14089 Berlin (an der Verlängerung der
                             Leonardo-da-Vinci-Straße). Pkw-Zufahrt über Landstadt Gatow.

Busverbindung: Linie 135: Haltestelle Kurpromenade / Luftwaffenmuseum,
                         Fußweg 1500 m.

Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag: 10 – 18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr
    Eintritt frei, Führungen nach Anmeldung

Telefon: Di. – Fr.: (030) 36 87 26 01 ; Sa. und So.: (030) 36 87 26 08
E-Mail: info@mhm-gatow.de
Postadresse: Postfach 22 00 53, 14061 Berlin


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